Nach dem Ja…

Das deutliche Ja in Zürich zu „Selbstbestimmung im Heim und Spital“ zeigt, wie wichtig dieses Anliegen für viele Menschen ist ist. Die Bezeichnung ist eigentlich ungenau, denn Selbstbestimmung bedeutet nicht nur assistierten Suizid zuzulassen. Doch um diesen Zugang der Suizidassistenz-Organisationen ging es eigentlich. Menschen sollten am Lebensende für die Durchführung eines assistierten Suizides nicht mehr in ihren letzten Stunden das Heim oder Spital verlassen müssen. Das wird nun nicht mehr nötig sein, und das wird eine grosse Erleichterung sein.

Doch habe ich mehrere Klienten, die mir berichten, dass Ihre Liebsten dann erst an den zwei letzten Lebenstagen den Wunsch nach einem assistierten Suizid wieder aufgebracht hatten und eine Durchführung dann trotz langjähriger Mitgliedschaft zeitlich und in Bezug auf die Urteilsfähigkeit einfach nicht mehr möglich war. Dennoch wurden die Betroffenen und Angehörigen durch Exit unterstützt im Austausch mit der palliativen Betreuung.

Es braucht frühzeitig eine Reflexion und auch Gespräche mit dem Umfeld um den Moment dann dennoch nicht zu verpassen. Auch für Angehörige ist es oft hilfreich, sich vorbereiten zu können.

Es braucht nicht nur die rechtliche Grundlage, sondern auch das Vertrauen aller Beteiligten offen sprechen zu dürfen und unterstützt zu werden: Patienten, Angehörige, Personal.

Ein bisschen war die Abstimmung Werbung für die Suizidassistenz-Organisationen, nun müssen sie sich auch beweisen: Exit hat bereits angekündigt, den Austausch mit Spitälern zu suchen und die Abläufe zu berücksichtigen. Ob dies auch die Absicht der Kampforganisation Dignitas ist wird sich zeigen müssen. Teil der Strukturen im Gesundheitswesen werden zu wollen , rückt auch Qualitätsstandards und Kosten wieder in den Fokus.

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Exit Project - Die Studie